Untersuchungsgegenstand von Projekt 10 war der Einfluss von Sonderbelastungen auf die Nutzungsdauer bzw. die Lebenszykluskosten von Gebäuden und ihren Bauteilen. Anhand einer systematischen Aufbereitung und der Interpretation erfasster Schadensfälle sollten gezielt Aussagen über die Katastrophensicherheit von Gebäuden in Abhängigkeit des gewählten Bausystems getätigt werden können. In der Folge sollten die Ergebnisse einerseits in die Projekte 03 und 06 (Erweiterung des OI3-Index) eingearbeitet werden sowie bei der Weiterentwicklung des TQB (Projekt 15) Eingang finden.
Zur Frage der Katastrophensicherheit von Gebäuden wurden 149 Schadensfälle in Hinblick darauf ausgewertet, ob außerplanmäßige Einwirkungen Unterschiede bezüglich der Bauweise erkennen lassen. Die Gebäude wurden in Massiv-, Misch- und Holzbau unterteilt.
Die Untersuchungen zeigen einen Zusammenhang zwischen Schadensanfälligkeit, Schadenshöhe und Bauweise. Innerhalb der untersuchten Datenbasis erweisen sich Massivbauten als robust und als sehr gut geeignet, um die Schadensumme infolge unplanmäßiger Einwirkungen gering zu halten. Die höchsten Schadenssummen wurden bei Gebäuden in Mischbauweise verursacht.
Besonders hinzuweisen ist in diesem Zusammenhang auf die Definition für Massivbau als überwiegend homogene Struktur aus massiven, anorganischen Baustoffen. Unter Mischbauweise werden Gebäude verstanden, bei denen die Konstruktionen, wie Wände oder Decken, aus einer großen Vielfalt an unterschiedlichen Baustoffen bestehen.
Schlagworte: Katastrophensicherheit, Naturkatastrophe, Schadensfall


