Studie Gebäudebewertungstools (Projekt 01)

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Foto: © Ruth Fechner

Ziel des vorgelagerten Projekts 01 war es, aufzuzeigen, in welche Richtung (insbesondere die räumlichen und zeitlichen Bilanzgrenzen betreffend) der OI3-Index erweitert werden soll, wobei vor allem die derzeit absehbare Entwicklung des europäischen Regelwerks im Rahmen des CEN / TC 350 berücksichtigt werden sollte.

Dazu wurde zunächst der Rahmen künftiger ökologischer Bewertungen entsprechend der bevorstehenden europäischen Normung aufgezeigt, welche Umweltwirkungen künftig zu berücksichtigen sind und welche vom OI3-Index in seiner bisherigen Form abgedeckt werden. Als Grundlage für die Analyse wurden zwei Wohnhausanlagen verwendet, welche im Detail durchgeplant, bei der Wohnbauförderung bereits eingereicht und für die detaillierte Massenauszüge verfügbar waren.

Die Ergebnisse lassen sich wie folgt zusammenfassen: Betrachtet man ausschließlich die Errichtungsphase, erfasst der OI3-Index in Abhängigkeit vom jeweiligen Indikator zwischen 12 und 25% der quantifizierbaren Umweltwirkungen. Gründe dafür sind vor allem die fehlende Berücksichtigung massenintensiver Bauteile, energieintensiver metallischer Bauprodukte (z.B. technische Gebäudeausrüstung) sowie der Transportprozesse.

Bei Betrachtung der künftig erforderlichen lebenszyklusweiten Umweltwirkungen (also einschließlich Nutzungs- und Beseitigungsphase) erfasst der OI3-Index in seiner derzeitigen Form ja nach Indikator zwischen 2 und 5 % der quantifizierbaren Umweltwirkungen. Gründe dafür sind neben den engen räumlichen Bilanzgrenzen insbesondere die fehlende Berücksichtigung der Umweltwirkungen (Austauschraten, Instandhaltungsaufwand) sowie die nicht erfasst Beseitigungsphase, die allerdings von vergleichsweise geringem Einfluss ist.

Aus diesen Erkenntnissen ist zu folgern, dass ein „OI3-Index neu“ jedenfalls einer Erweiterung sowohl der räumlichen als auch der zeitlichen Systemgrenzen bedarf.

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