Artikel-Schlagworte: „Sommertauglichkeit“

Presentation Research Initiative „Solid Sustainability“

Montag, 12. April 2010

Mittwoch, 14. April 2010, 15:30 bis 17:30 Uhr, Congress Center Messe Frankfurt

Am 14. April 2010 findet im Rahmen der IEECB Konferenz „Improving Energy Efficiency in Commercial Buildings“ die erste Präsentation der Forschungsinitiative „Nachhaltigkeit massiv“ in internationalem Rahmen statt. Der inhaltlichen Ausrichtung der Konferenz entsprechend stehen die Ergebnisse, die insbesondere für Dienstleistungsgebäude hohe Relevanz haben – wie die Lebenszykluskostenberechnung oder die Sommertauglichkeit – im Vordergrund.

Präsentation (pdf, 750 kb)

Paper (pdf, 310 kb

Sommertauglichkeit (Projekt 12)

Dienstag, 12. Januar 2010

Die Szenarien für den Klimawandel zeigen eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass die sommerlichen Außenlufttemperaturen in Österreich weiter ansteigen werden. Die steigenden Umsatzzahlen für Kleinklimageräte sind ein wesentlicher Faktor für den zukünftigen Stromverbrauch. Die Vermeidung sommerlicher Überwärmung gewinnt daher stark an Bedeutung.

Dafür bedarf es geeigneter Nachweisverfahren, die auch Unterscheide verschiedener Bauweisen entsprechend richtig abbilden. Das aktuelle Nachweisverfahren für die Vermeidung der sommerlichen Überwärmung von Räumen (ÖNORM B 8110-3) bildet Lüftungswärmeverluste, innere und solare Gewinne und die Speicherfähigkeit des Gebäudes sehr vereinfacht ab. Moderne Gebäude können diesen Nachweis leicht erfüllen, was aber in der Realität zu hohen Temperaturen in sommerlichen Hitzeperioden führt.

Der derzeit gebräuchlichste Nachweis gemäß ÖNORM B 8110-3 endet üblicherweise mit der Aussage, dass Sommertauglichkeit gegeben bzw. nur unter der Bedingung einer Verschattungsmaßnahme gegeben ist. Eine differenzierte Aussage zur Qualität der Sommertauglichkeit wird nicht angeboten.

Im Rahmen der europäischen Normierung wird eine Simulation des Raumverhaltens als Verfahren zum Nachweis sommerlicher Raumtemperaturen definiert. Eine Überarbeitung der ÖNORM B 8110-3 ist daher dringend notwendig.

Ziel des Projekts 12 war es, durch Messung in bewohnten Objekten das Nutzerverhalten und den damit verbundenen Einfluss auf die sommerlichen Raumtemperaturen zu erforschen. Ein von der TU Wien entwickeltes virtuelles Gebäudemodell wurde als Excel-Tool weiterentwickelt und mit Messungen an vier Wohnbauten validiert:
Für das TQB (Projekt 15) wurde ein Vorschlag für eine Punktebewertung erarbeitet, die als Neuerung drei Komfortklassen unterscheidet.

Massive Bauteile und Energiesysteme (Projekt 08)

Dienstag, 12. Januar 2010

Im Rahmen des AP 08 sollten die Möglichkeiten der Energieoptimierung sowie die Auswirkungen auf das Raumklima durch den Einsatz von passiven bzw. aktiv wirksamen massiven Speichermassen im Vergleich zu anderen Bausystemen mit Hilfe virtueller Prototypen in einer Gebäudesimulation ausgelotet werden.

In den durchgeführten Simulationen an 108 verschiedenen Varianten eines Büroraumes wurde das energetische Potential massiver Baustoffe in Zusammenhang mit deren Speicherfähigkeit und den eingesetzten Energiesystemen, mit dem Augenmerk auf den Vergleich zwischen Massiv- und Leichtbau, analysiert. Die vorliegenden Ergebnisse weisen den Jahresenergiebedarf für Heizen und Kühlen jeder untersuchten Variante aus. Massive thermische Speichermassen in den Boden- und Deckenkonstruktionen wirken dämpfend auf Änderungen der Raumlufttemperaturen und reduzieren so die erforderlichen Leistungen bei spontanem Heiz- oder Kühlbedarf. Aus diesem dämpfenden Effekt massiver Speichermasse resultiert eine geringere maximale Heiz- beziehungsweise Kühllast, die erforderlich ist um die gewünschte Raumlufttemperatur einhalten zu können. Bei den Massivbauvarianten reicht eine um durchschnittlich 4% (im besten Fall 15%) niedrigere Heizleistung und 8% (im besten Fall 11%) niedrigere Kühlleistung gegenüber der Leichtbauvariante aus, um den Heiz- und Kühlbedarf im gleichen Ausmaß zu decken. Besonders in Varianten mit nach Süden ausgerichteten Fensterflächen können so die solaren Gewinne im Winter über einen längeren Zeitraum gespeichert werden und reduzieren so den Heizenergiebedarf.

Neben dieser Dämpfung kurzfristiger Temperaturänderungen der Raumluft trägt das verzögernde thermische Verhalten massiver Elemente zur Verbesserung des thermischen Benutzerkomforts im Raum bei. Dies ist anhand der Tagesprofile der operativen Raumtemperatur (Komfortparameter) gegenüber der Raumlufttemperatur ersichtlich.