TQB (Projekt 15)

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Foto: © ÖGNB

Die mit dem Abschluss von „Nachhaltigkeit massiv“ vorliegende Neufassung des Gebäudebewertungssystems Total Quality Building (TQB) versucht, wesentliche Ergebnisse aus den einzelnen Projekten in Form von Qualitätskriterien zu berücksichtigen. Mit TQB werden auch die Gebäudebewertungen klima:aktiv Gebäudestandard und IBO-Ökopass zu einem abgestimmten österreichischen Bewertungssystem zusammengeführt. Dabei soll darauf hingewiesen werden, dass die Operationalisierung von Forschungsergebnissen für ein auf Effizienz und Praxistauglichkeit ausgerichtetes Instrument wie TQB eine große Herausforderung darstellt.

Ein wesentlicher Schwachpunkt des Vorgängers TQ war die Kommunizierbarkeit der Ergebnisse. Die neue Version TQB benutzt wie klima:aktiv ein 1.000-Punktesystem. Die Bewertungskategorien wurden auf insgesamt fünf übergeordnete, gleich gewichtete Themen reduziert: Standort und Ausstattung, Wirtschaftlichkeit und technische Objektqualität, Energie und Versorgung, Gesundheit und Komfort sowie Ressourceneffizienz.
Mit TQB werden folgende Ergebnisse aus „Nachhaltigkeit massiv“ berücksichtigt: Die Kriterien „Thermischer Komfort im Sommer“ und „Erfassung der Lebenszykluskosten“ können operationalisiert und damit implementiert werden. Ergebnisse aus dem Projekt 13 „Strategien und Konzepte zur Integration sozialer Aspekte in baurelevante Nachhaltigkeitstools“ werden in den Kategorien Gesundheit und Komfort, Wirtschaftlichkeit sowie Standort und Ausstattung berücksichtigt. Die Bewertung der Entsorgungseigenschaften erfolgt vorerst durch einen einfachen Entsorgungsindikator (mit Entsorgungs- und Recyclingeigenschaften gewichtetes Volumen der im Objekt eingesetzten Baustoffe bzw. Bauteile). Als einfach handhabbare Alternative zur aufwändigen Erfassung der Transportwirkungen werden derzeit Punkte für das Kriterium „Regionalität“ vergeben. Grundsätzlich könnte dafür das Transportmodell (Projekt 04) bei Vorlage ausreichender Datengrundlagen berücksichtigt werden.

Auch der in einigen Wohnbauförderungen verwendete OI3-Index wurde im Rahmen von „Nachhaltigkeit massiv“ grundlegend diskutiert. Auch wenn die ExpertInnen in der Forschungsinitiative bezüglich der Methode sehr unterschiedliche Standpunkte vertreten, steht die Sinnhaftigkeit der Einbeziehung quantifizierbarer Ressourcenindikatoren in die Gebäudebewertung außer Streit.

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